Foresight und Szenarien-Entwicklung für das Rheinische Revier
Das Indeland 2060: Vom Tagebau zur Zukunftsregion
Szenario-Entwicklung und Kommunikation für die Transformation des Rheinischen Reviers
Ein riesiges Loch, wo einst Kohle geschürft wurde. Bald ein See, der Generationen überdauern wird. Dazwischen: 30 Jahre Transformation. Wie lebt es sich 2060 im Indeland und wie vermittelt man einer ganzen Region, wohin die Reise gehen könnte? Mit über 70 Beteiligten entwickelten wir vier Zukunftsszenarien, die komplexe Transformationsprozesse in zugängliche Geschichten übersetzen und Bürgern wie Planern gleichermaßen als Orientierungshilfe dienen.

Die Herausforderung
Zwischen Kohleausstieg und Seenlandschaft
Das Rheinische Revier steht vor seiner größten Zäsur seit Jahrzehnten. Bis 2029 endet die Braunkohlegewinnung im Tagebau Inden – früher als ursprünglich geplant. Zurück bleibt ein Restloch, das in den kommenden 30 Jahren zum Indesee wird. Doch wie gestaltet sich dieser Wandel? Welche Chancen entstehen, welche Herausforderungen? Kommunale Planung denkt in Flächennutzungsplänen und Bebauungsschemata. Zeithorizont: fünf bis zehn Jahre, klare Vorgaben, messbare Ziele. Unsere Szenarien 2060 hingegen zeigen einen anderen Umgang mit langen Zeiträumen: keine Prognosen, sondern gleichwertige Möglichkeitsräume und Orientierungshilfen. Denn neue Realitäten erforderten neue Bilder.

OERs für Schulen
Analyse der Einflussfaktoren

Stakeholder Mapping
„Mit den Szenarien 2060 hat Ellery Studio inspirierende und strategisch wertvolle Zukunftsbilder geschaffen – fundiert, praxisnah und nachhaltig nutzbar fürs indeland“
Svenja Zeimetz, Partizipationsmanagerin der Entwicklungsgesellschaft indeland

Projektteam und Veröffentlichung der Szenarien
Deliverables
Vier Wege in eine ungewisse Zukunft
Entstanden sind vier narrative Szenarien, die unterschiedliche Entwicklungspfade bis 2060 durchspielen. Jedes folgt einer eigenen Logik: Gastland setzt auf Tourismus und regionale Kooperation, Laborland auf Innovation und Experimentierfreude, Wandelland auf Gemeinschaft und Partizipation, Ernteland auf Forschung und Landwirtschaft. Das Besondere: Alle Szenarien entstanden in einem intensiven Beteiligungsprozess mit über 70 Menschen aus der Region und aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Planung, Bildung und Zivilgesellschaft. Szenarien werden so zu Navigationswerkzeugen in unsicheren Zeiten.
1
Partizipativer Szenario-Prozess
Interviews, Fokusgruppen, Stakeholder-Workshops, Schreib- und Zukunftswerkstätte mit Bürgern, Experten und Jugendlichen. Über 70 Beteiligte entwickelten gemeinsam die Grundlagen für vier alternative Zukunftsbilder.

2
Narrative Zukunftszählungen
Vier ausformulierte Geschichten aus dem Jahr 2060, die unterschiedliche Lebenswelten und Entwicklungspfade erfahrbar machen. Ergänzt durch Backcasting, Kausalitätstexte und Zeitstrahlen.

3
Hochwertige Ergebnis-Publikation
80-seitige Broschüre mit innovativem Layout, Illustrationen und durchdachter Informationsarchitektur. Register, aufklappbare Elemente und visuelle Navigationstools.

4
OER's & strategische Kommunikationstools
Szenarien als Diskussionsgrundlage für Politik, Planung, Bildung und Zivilgesellschaft. Orientierungshilfe für langfristige Entscheidungen und Maßnahmenplanung in der Region.
